Archiv der Kategorie 'liebe.'

…nichts tut weh. wir müssen einfach nur dran glauben.

da ist es passiert. und niemand hätte damit gerechnet. ich nicht. ich ganz sicher nicht.
und in meinem schlimmsten alpträumen hätte ich es mir nicht ausgemalt. dass so etwas passiert.

nicht jetzt.

nicht nach diesem album.
diesen konzerten.
diesen liedern.
diesen erlebnissen.
diesen gefühlen.
diesem mitreißenden auftritt vor wenigen tagen.
und diesen tränen.

am 27.07.2009 gaben MUFF POTTER ihre trennung bekannt.

und mag es noch so übertrieben und dramatisch klingen: es tut weh.
danke für alles, muff potter.

i love everything about you! – aber rien ne va plus…

sind wir nicht alle ein bisschen emo?

ich bekenne mich offen dazu, dass ich eine heulsuse bin.
tränen gehören zu mir und meiner person wie ansteckendes lachen.
dass ich sehr emotional bin, dafür bin ich bekannt.
familie. freunde. arbeitskollegen. der freund, selbstverständlich.
alle wissen bescheid. man kennt mich so.
manchmal schäme ich mich.
für meine tränen in der öffentlichkeit. für ständiges rumgeheule in der gegenwart von menschen, die mir sehr nahe stehen.
musste das jetzt wirklich wieder mal wieder sein? kann man nicht einfach mal innerlich verkrampfen und drücken, pressen, schnaufen, die emotion zurück halten?
wirke ich labil? weichlich? übertrieben? warum geht mir so vieles so sehr nahe? warum bin ich so emotional?
wenn ich mich ungerecht behandelt fühle.
wenn ich traurig bin. oder wütend.
wenn ich ein lied höre, das mich berührt.
wenn ich mich selbst bemitleide.
wenn ich mich freue!
oder bin ich einfach nur menschlich? mensch. herzmensch.

sind wir nicht alle ein bisschen emo? oder sollten es zumindest sein?
sollten wir nicht der wut, der freude, der leid ein wenig luft machen und gefühlen freien lauf lassen?
tut es manchmal nicht auch einfach so wahnsinnig gut?!

ich denke es ist ok.
ich denke ich bin ok.
ich denke ich bin emo ;-)

wunschkonzert.

der kalender schrieb den 28.02.2009. fzw, dortmund.

gefreut habe ich mich schon seit auf wochen auf diesen tag. der tag an dem meine beiden lieblingsbands GHOST OF TOM JOAD und MUFF POTTER – neben den guten jungs von jupiter jones versteht sich! [ das sollte nicht unerwähnt bleiben ] – an ein und dem selben abend auf ein und der selben bühne stehen würden. so wie einst in essen im november 2007, wo ich beide das erste mal sah.

gestern war es endlich soweit.
für einen solchen abend fahre ich gerne über 100 km weit nach dortmund, verbunden mit einem kleinen umweg nach köln um den kranken freund zu „pflegen“ ;-)

alle waren sie da. imke. jürgen. benni. steven. catrin. gavin. sogar linda war mal wieder in irgendeiner ecke zu finden. sowie diverse andere bekannte gesichter.
diesen abend wollte sich niemand entgehen lassen. diesem abend konnte sich niemand entziehen.

es begann die vorband. videoclub. überraschend…nett. ja, wenn nicht sogar gut.

doch alle warteten auf muff potter.
und ich wartete auf ghost of tom joad!
zwei alte lieder fanden platz in der setlist. der restliche auftritt war gefüllt mit neuen liedern des kürzlich erschienenen albums „matterhorn“.
die songs sind anders. sie sind ruhiger. tiefsinniger. und live einfach unbeschreiblich gut interpretiert. großartig wäre ein ausdruck der noch zu untertrieben wäre um den auftritt von ghost of tom joad zu beschrieben. mir fiel gestern immer nur das wort “ hammer!“ ein.
“ hammer! einfach hammer!!“.
ich war sprachlos.

für meine begriffe waren leider kaum ghost of tom joad fans zu gegen. und wenn ich mich nicht irre waren benni und ich die einzigen menschen, die alle lieder des neuen albums mitsingen konnten ;-)
schade.

sie waren alle wegen einer band gekommen: muff potter aus münster.
selbstverständlich gehörte ich dazu. ich war aufgeregt. zugegebenermaßen. ich würde soweit gehen und sagen, dass muff potter DIE lieblingsband für mich ist. und ich freute mich irre.
gegen 22.00 betraten sie die bühne. und es ging los. und was dann kam kann ich mit worten – mal wieder – kaum beschreiben. hier macht sich sprachlosigkeit breit.
ich feierte. und ich fühlte. und ich schrie. und ballte fäuste in die luft. und träumte. und ich sang. ich sang sie alle mit. alle lieder.
zwei, drei neue lieder wurden gespielt. vom neuen album „gute aussicht“, welches im april 2009 erscheint. und ich freue mich. die neuen lieder sind wie die alten, rotzig.

nach 1,5 stunden muff potter und gefühl pur war es vorbei.
und ich war glücklich. einfach nur überglücklich.

auch wenn ich das erste mal kein bild von ghost of tom joad zur erinnerung für meine fotoalben geschossen habe so bleiben die bilder dieses abends, und gerade besonders dieses abends, in meinem kopf und in meinem herzen. das beste konzert überhaupt. das kann ich nicht vergessen. wie soll das gehen?

~~~

lieder des abends:

into the wild – ghost of tom joad.
take a run at the sun – muff potter.

nächste gigs:

14.03.2009 – ghost of tom joad, gebäude 9 / köln.
21.04.2009 – muff potter, werkstatt / köln.

brokenships.

fundstück der woche:

www.brokenships.com

das herz ist gebrochen. die liebe vorbei. glückliche tage in zweisamkeit gehören der vergangenheit an. erinnerungen werden ausgeräumt, zusammengetragen, in schränken verbarrikadiert…

…oder aber ins museum der gebrochenen herzen gebracht.

das museum der gebrochenen herzen – eine ausstellung, die sich dem ende der liebe widmet. den paaren, die einst glücklich miteinander waren.
den erinnerungsstücken, die von dieser liebe übrige geblieben sind.

das erste museum der gebrochenen herzen wurde in kroatien eröffnet.
ein projekt zweier kroatischer künstler, die mit ihrer austellung bereits auf tour ( u.a. berlin / deutschland im oktober 2007 ) gingen und ihre arbeit in mehreren ländern realisierten.

jeder ist herzlich eingeladen spender des museums zu werden und das museum mit seinen persönlichen exponaten zu bereichern.
bilder. fotos. briefe. geschenke.
der kreatitvität sind keine grenzen gesetzt um die erinnerungen und deren objekte vor dem vergessen und verdrängen zu retten.

tourdaten:
* 14.02.2009 – san francisco / usa.
* 26.04.2009 – stockholm / schweden.