Archiv für Mai 2010

#3. himbeer-toni. joachim seidel

‚eine halbe stunde später fahren wir bei den landungsbrücken durch den alten elbtunnel rüber nach finkenwerder. wir schweigen. genauso haben wir es immer gehalten auf autofahrten, seit wir vor über 25 jahren das erste mal mit meinem alten VW1600 variant durch europa gegurkt sind. wir hörten punk. war einer müde schlief… er hinten auf der ladefläche. wir fühlten uns frei. hatten zeit. kaum geld. und die weite europas tat uns gut. hauptsache unterwegs. nur nicht anhalten. darauf kam es an.‘

schwarz.

du sitzt in deinem bett. wir sind nicht daheim. nicht in gewohnter umgebung.
die wände sind kahl. alles steril. die fenster viel zu hoch, um hinaus zu schauen. die schläuche und geräte stören mich. dir sind sie egal. so soll es auch mich nicht tangieren.
die hauptsache ist: du siehst gut aus. besser noch als die tage zuvor. hat mama gesagt.
du bist rasiert. die augen sind müde. aber du kannst alleine aufrecht sitzen. die luft ist knapp. aber du lächelst als du sagtest, dass du spätzle und fleisch zu mittag gegessen hast.

als ich dir auf wiedersehen sagte, wusste ich nicht, dass es das letzte mal sein würde.

die welt dreht sich weiter.

für opa♥

[ gesungen von meinem freund rené.]

#2. und im zweifel für dich selbst. elisabeth rank

‚von wetter kann nicht die rede sein, wenn du gehst. jedes mal ist weltuntergang. und wir wissen meistens noch nicht, wann wir uns wiedersehen, aber dass wir es tun, das ist gewiss…‘

#1. love is a mixtape. rob sheffield

„…ich hatte keine stimme, mit der ich sprechen konnte, weil sie meine ganze sprache war. ohne sie als gegenüber gab es nichts zu sagen. “ rob sheffield – love is a mixtape.